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Pressemitteilung vom 24.03.2010


Ludwigsburg, den 24.03.2010 

Deutsche Fahrschulbranche am Scheideweg

DATAPART Factoring GmbH legt zweite Branchenuntersuchung vor

Die DATAPART Factoring GmbH, Tochtergesellschaft des
Branchenprimus ACADEMY Holding AG, veröffentlicht zum zweiten
Mal nach 2007 die Ergebnisse ihrer Untersuchung in Deutschlands
Fahrschulen. Sie leistet damit ihren Beitrag zur Vergrößerung der
Transparenz dieser Branche, die traditionell durch Einzelunternehmen
(90%) geprägt ist. Regelmäßige Erhebungen bilden daher nach wie
vor die Ausnahme. Das Publizitätsinteresse der Marktteilnehmer
bewegt sich in engen Grenzen.
 
Insgesamt wird der Fahrschulmarkt in Deutschland durch mäßige
Umsatzentwicklungen und deutliche Überkapazitäten geprägt. Als
einziges Unternehmen der Branche erhebt DATAPART regelmäßig
Preisstatistiken. Hiernach lagen die Zuwächse für den Führerschein B
zwischen 12/08 und 12/09 bei gerade 1,5%. So konnten bei
unterschiedlichen Übungsfahrten, sei es auf der Autobahn, bei
Dunkelheit oder Überland, Steigerungsraten zwischen knapp 0,7 und
1,1% erzielt werden. Etwas besser sah es bei den normalen
Übungsfahrten aus, die ein Plus von 1,8% verzeichneten.
Berücksichtigt man die durchschnittliche Kostenentwicklung in dieser
Branche, muss von stagnierenden Umsätzen ausgegangen werden.
Diese Situation wird verschärft durch Preiskämpfe, die das
Tagesgeschäft bestimmen.
 
So verwundert es nicht, dass das Thema Zahlungsmoral der Kunden
für die überwiegenden Kleinbetriebe einen hohen Stellenwert
einnimmt. Hierbei kommt der Finanzkrise naturgemäß eine
nachhaltige Bedeutung zu. Gerade mal 8% der Befragten gaben an,
hiervon nicht berührt zu werden. Mehr als 40% erwarten
zunehmende Schwierigkeiten.
 
Nachhaltiger als die Finanzkrise wird der Wettbewerbsdruck
wahrgenommen, der auf den Fahrschulen lastet. Nur 19% gehen von
einer angenehmen bis normalen Situation aus. 80% beklagen
angespannte bis ruinöse Wettbewerbsbedingungen.
 
Trotzdem klingt aus den Antworten zur Zukunft des eigenen Betriebs
eine eher positive Grundstimmung. Angespannt bis sehr schwierig
sehen 27,5% der Unternehmer die künftige eigene Entwicklung. Dem
stehen immerhin 37,5% der Befragten entgegen, die optimistisch
nach vorne schauen. Knapp ein Drittel (35%) gehen von
gleichbleibenden Bedingungen aus.
Etwa 13.000 Fahrschulen bemühen sich in Deutschland insbesondere
um den jungen Fahrschüler. 4 von 5 Prüfungen werden von 17 bis
18-Jährigen abgelegt. Hier kommt auf die Branche ein strukturelles
Problem zu, da die demographische Entwicklung dieser Altersgruppe
eindeutig rückläufig ist. Im Jahr 2012 wird die Anzahl der in Frage
kommen Jugendlichen erstmals unter 800.000 gesunken sein,
während sie 2007 noch deutlich über 950.000 gelegen hatte. In 15
Jahren geht man laut statistischem Bundesamt von weniger als
700.000 jungen Menschen aus. Die Zeit, sich dieser Entwicklung zu
stellen, wird für eine Reihe an Marktteilnehmern bereits knapp.
Gleichwohl wird der Führerschein gerade für diese Zielgruppe auch
weiterhin seine hohe Bedeutung behalten. Er garantiert Mobilität und
ist privat wie beruflich unabdingbar geworden.
 
Andere Untersuchungen beweisen, dass dem Führerschein so hohe
Relevanz beigemessen wird, dass die Angst vor dessen Verlust sogar
disziplinierend wirkt. So ist die Zahl der tödlich verunglückten jungen
Menschen drastisch zurückgegangen. Dies ist insbesondere auf das
positive Fahrverhalten der 18 bis 20-Jährigen zurückzuführen. Vor
diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass sich der Markt
weitgehend resistent gegen konjunkturelle Einflüsse zeigt. Bei
knapper Kassenlage wird eher Konsumverzicht geübt, als dass die
Entscheidung für den Führerschein zurückgestellt würde.
 
Die Auswirkungen der kleinbetrieblichen Struktur der Branche werden
insbesondere bei Fragen der eigenen Vermarktung deutlich. Als
wichtigstes Instrument zur Gewinnung neuer Fahrschüler wird die
Empfehlung (90%) genannt. Diese Einschätzung deckt sich mit einer
Befragung des TÜV Rheinland, die auf den hohen Stellenwert der
Mundpropaganda bei den Interessenten hinweist. Die Grundlage
bildet letztlich die Kundenzufriedenheit. Die beginnt bereits bei der
guten Erreichbarkeit und der umfassenden Information von
Interessenten. Diesem wichtigen Instrumentarium misst die
ACADEMY-Gruppe ebenfalls einen hohen Stellenwert bei. Ein
Schwerpunkt ihrer Marketingpolitik liegt daher in der Entwicklung des
digitalen Empfehlungsgeschäfts. Social Media erreicht gerade die
Zielgruppe der jungen Leute mit zunehmender Intensität.
 
Gleichwohl kommt der klassischen Werbung nach wie vor hohe
Bedeutung zu. Hier zeigen die Befragungsergebnisse, dass diese
Vermarktungsform in der Branche deutlich unterrepräsentiert ist.
Gerade 5% der Befragten gewichten sie als wichtigstes
Vermarktungsmedium. Die überwiegende Mehrheit der Fahrschulen in
Deutschland macht hiervon keinen Gebrauch. Man beschränkt sich
vor allem auf alt hergebrachte Verhaltensmuster. Dies verdeutlicht,
dass der Branche wesentliche betriebswirtschaftliche
Strukturierungsmerkmale fehlen, die zu Fehleinschätzungen führen
können. Offensichtlich wird diesem bewährten klassischen Instrument
vermutlich aus Kostengründen seine objektive Bedeutung versagt.
Vielmehr verlässt man sich auf das gefährliche Instrument des
Preiskampfes und hofft hierdurch auf Dauer seine Kunden zu
gewinnen. Bei mittelfristig wieder nachhaltig ansteigenden
Energiekosten und weiterhin hohen Aufwendungen für Personal, die
Fahrzeuge und die eigenen Räumlichkeiten führt dieser Weg in die
falsche Richtung. Zu Recht weist Matthias Wimpff, Vorstand der
ACADEMY Holding AG, auf die Gefahren hin, die hierin stecken. Er
befürchtet, „dass auf Dauer eine Reihe an Marktteilnehmern aus dem
Wettbewerb ausscheiden werden, da sie ihre Fixkosten nicht mehr
verdienen können, von einem angemessenen Unternehmerlohn ganz
zu schweigen“. Nach seiner Auffassung haben auf Dauer vor allem
größere Betriebsformen realistische Chancen in diesem harten
Wettbewerbsumfeld zu bestehen. Er setzt insbesondere auf
Kooperationen und deren Synergien, die von der Finanzierung bis zur
Vermarktung reichen.
 
Wie in den meisten anderen Bereichen der Wirtschaft auch, hat sich
das Internet mit mehr als 80% auch bei den Fahrschulen
durchgesetzt. Dies entspricht immerhin gegenüber der eigenen
Untersuchung von 2007 einer Steigerung von 13%. Diese
Entwicklung wird weiter voranschreiten, auch wenn 16,5% der
Befragten immer noch meinen, hierauf gänzlich verzichten zu
können.
 
Die vorliegenden Zahlen und Fakten verdeutlichen, dass sich die
Fahrschulbranche in einem Umbruchprozess bewegt, dem sich
niemand entziehen kann. Überkapazitäten werden zu einem noch
verstärkten Verdrängungswettbewerb führen. Kleine und
kapitalschwache Betriebe werden als erste auf der Strecke bleiben.
Doch auch die stärkeren Marktteilnehmer müssen mit der Tatsache
leben, dass ihnen ihre wichtigste Zielgruppe mangels Masse
wegzubrechen droht.  
 
Um die Zukunft erfolgreich zu gestalten, gilt es, sich diesen
Herausforderungen zu stellen. Strategisch heißt es, neue
Geschäftsfelder zu erschließen. Hier bietet sich insbesondere die
Zielgruppe der älteren Verkehrsteilnehmer mit Auffrischungs- und
Trainingskursen an. Daneben bietet das Berufskraftfahrer-
qualifizierungsgesetz durchaus geschäftspolitischen Spielraum.
 
Auch künftig wird der Gesetzgeber den ständig zunehmenden
Herausforderungen im Straßenverkehr Rechnung tragen müssen. Die
Weiterbildung wird dabei einen wesentlichen Schwerpunkt mit
wachsender Bedeutung bilden.
 
Individuell bedeutet es, dass die Vermarktungsqualität gesteigert und
professionalisiert werden muss. Zufällig durch Mund zu
Mundpropaganda weiterempfohlen zu werden, reicht bei
schrumpfenden Märkten konzeptionell nicht. Hier werden
systematische Ansätze erforderlich. Betriebswirtschaftlich müssen die
Erlösqualität und vor allem die Liquidität gesichert werden.
 
Die ACADEMY Holding AG hat diesen Trends bereits frühzeitig
Rechnung getragen. Die angeschlossenen Franchise-Unternehmen
erhalten insbesondere in den Bereichen Werbung und Außenauftritt
nachhaltige Unterstützung. Die DATAPART GmbH bietet zur
Liquiditätssicherung Factoring-Leistungen an und unterstützt in
Fragen der betriebswirtschaftlichen Administration, soweit der Bedarf
besteht. Mit den DVPi-Tochtergesellschaften ist der wichtige Bereich
der Aus- und Weiterbildung im Fahrschulbereich qualifiziert besetzt.

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